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Spuren synthetischer Süßstoffe in Wässern mit neuem Analyseverfahren nachgewiesen
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Synthetische Süßstoffe werden in den Kläranlagen nicht rückstandslos entfernt.
Schlimmer noch: unser Wasser wird durch diese Schadstoffe abwasserseitig verunreinigt...
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Künstliche Süßstoffe trotzen Kläranlagen

Neues Analyseverfahren identifiziert Substanzen im Abwasser und Oberflächenwasser

Synthetische Süßstoffe werden in den Kläranlagen nicht rückstandslos entfernt. Schlimmer noch: unser Wasser wird durch diese Schadstoffe verunreinigt und Rückstände können noch im Trinkwasser enthalten sein. Dies haben jetzt Karlsruher Forscher in einer neuen Studie gezeigt.

Durch die Verwendung eines neuen Analyseverfahrens konnten die Wissenschaftler vom Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe nach sieben unterschiedlichen synthetischen Süßstoffen gleichzeitig suchen (Cyclamat, Acesulfam, Saccharin, Aspartam, Neotam, Neohesperidin-Dihydrochalkon und Sucralose). Marco Scheurer, Heinz-Jürgen Brauch und Frank Thomas Lange wiesen mithilfe der neuen Methode zum ersten Mal nach, dass eine Vielzahl von häufig verwendeten synthetischen Süßstoffen im deutschen Abwasser und Oberflächenwasser enthalten ist.

Scheurer und seine Kollegen nahmen Wasserproben aus zwei Kläranlagen in Deutschland – Eggenstein-Leopoldshafen und Karlsruhe – sowie aus einer Aufbereitungsanlage für gereinigtes Abwasser eines Mittelmeerlandes.

Abwasserbehandlung unzureichend

Von sieben untersuchten Süßstoffen waren die vier Stoffe Acesulfam, Cyclamat, Saccharin und Sucralose in allen untersuchten Abwasser- und in Oberflächenwasserproben nachweisbar. Die Kläranlagenzuläufe enthalten einzelne Süßstoffe in Konzentrationen von mehreren zehn µg/L bis zu 190 µg/L für Cyclamat. Während Cyclamat und Saccharin in den untersuchten Kläranlagen zu über 94% eliminiert werden, werden Acesulfam und Sucralose überwiegend nicht entfernt.

Acesulfam kommt von allen Süßstoffen in den höchsten Konzentrationen in den Kläranlagenabläufen und in den untersuchten Oberflächengewässern (Rhein, Main, Donau, Neckar, bis zu 2,7 µg/L) vor.

Dadurch wird belegt, dass die Schadstoffe während der Abwasserbehandlung nur unzureichend eliminiert werden. Durch ihre Analysen lässt sich auch nachweisen, dass Bäche und Flüsse, in die Wasser aus den Kläranlagen fließt, mit diesen Schadstoffen verunreinigt werden.

Scheurer kommt zu dem Schluss: „Die Verwendung von synthetischen Süßstoffen in Nahrungsmitteln und ihr Vorkommen im Wasser können zu einem zentralen Thema für die Verbraucher werden.“
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